Ein wichtiger Vortrag, eine Rede oder ein Auftritt – es gibt viele Situationen, bei denen es darauf ankommt „gut bei Stimme“ zu sein. Eine ausdauernde und belastbare Stimme ist vor allem eine Frage des richtigen Verhaltens. Die Logopädin Beatrice Rathey-Pötzke erklärt, was die Stimme strapaziert. Heizungsluft, Dämpfe oder Staub sind besonders ungünstig für die Stimme. Die Schleimhaut wird dadurch gereizt und kann austrocknen – wir empfinden das als äußerst unangenehm. Alkohol hat eine dehydrierende Wirkung, was die Schleimhaut austrocknen lässt, deswegen sollten Vielsprecher hier Maß halten. Große Mengen Kaffee, grüner oder schwarzer Tee haben ebenfalls einen dehydrierenden Effekt…

Ein wichtiger Vortrag, eine Rede oder ein Auftritt – es gibt viele Situationen, bei denen es darauf ankommt „gut bei Stimme“ zu sein. Eine ausdauernde und belastbare Stimme ist vor allem eine Frage des richtigen Verhaltens. Die Logopädin Beatrice Rathey-Pötzke erklärt, was die Stimme strapaziert.

  • Heizungsluft, Dämpfe oder Staub sind besonders ungünstig für die Stimme. Die Schleimhaut wird dadurch gereizt und kann austrocknen – wir empfinden das als äußerst unangenehm.
  • Alkohol hat eine dehydrierende Wirkung, was die Schleimhaut austrocknen lässt, deswegen sollten Vielsprecher hier Maß halten. Große Mengen Kaffee, grüner oder schwarzer Tee haben ebenfalls einen dehydrierenden Effekt.
  • Rauchen ist ein extrem ungünstiger Faktor für die Stimmgebung, denn die Stimmlippen reagieren negativ auf die Bestandteile des Rauchs. Unter Umständen können sich Schwellungen (Ödeme) im Bereich der Stimmlippen bilden oder sogar Zellveränderungen, aus denen Krebs entstehen kann.
  • Stress schadet der Stimme. Ein Lehrer, der, unter schlechten akustischen oder raumklimatischen Bedingungen arbeitet, muss sich extrem anstrengen und wird dadurch womöglich heiser.
  • Viele Menschen flüstern, um die Stimme zu schonen. Es passiert dadurch aber etwas ganz anderes: Die Stimmlippen schließen nur zu etwa zwei Dritteln. Das bedeutet, dass die Muskeln, die den Schluss herbeiführen, unter besonderer Spannung stehen. Auf Dauer kann das dazu führen, dass das System versagt.
  • Räuspern kann problematisch sein. Dabei werden die Stimmlippen mit Wucht zusammen geschlagen und aneinander gerieben. Das System wehrt sich dagegen: Die Aufgabe der Schleimhaut ist es, Feuchtigkeit und Schleim zu produzieren, sodass sie immer von einem Film überzogen ist. Sie erlebt das Räuspern als Angriff und reagiert mit erneuter Schleimproduktion. Wir verspüren dadurch erst recht einen Räusperzwang. Eine Alternative ist ein vorsichtiges Husten, noch besser wäre ein tiefes Summen, begleitet von einem Klopfen mit den Fingerknöcheln auf den Brustkorb.

Beatrice Rathey-Pötzke ist Schulleiterin Schule für Logopädie (http://www.logopaedieschule-kiel.de/das-team). Ihre Tipps entnahmen wir mit freundlicher Genehmigung den R&P Medizin News.

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