Wozu Sie etwas sagen, und wozu nicht. Was Sie sagen, was Sie nicht sagen. Wie Sie es sagen – oder auch schreiben, whatsappen oder slacken: Ihre Mitarbeiter schauen viel mehr darauf, als Ihnen in der Regel bewusst ist. Und im Remote-Modus, in dem die meisten Mitarbeiter viel weniger Facetime mit ihren Führungskräften haben, gilt das um so mehr.

Hier daher 3 Tipps und Hinweise, wie Sie als Führungskraft noch effektiver virtuell kommunizieren zu können:

1. Sortieren Sie Ihre Kanäle
Welche Botschaften will ich als Führungskraft und wollen wir in Team auf welcher Plattform, über welches Medium kommunizieren? Nur selten wird darüber gesprochen. Die Folge: Kanalsalat. Keiner weiß mehr, was wo besprochen, festgehalten, abgemacht wurde. Entwerfen Sie für sich eine Kanalstrategie und diskutieren Sie diese mit Ihren Mitarbeitern. Grundsätzlich gilt: Alles, was missverständlich, konflikthaft, enttäuschend wird oder sein könnte, am besten so „reichhaltig“ wie möglich kommunizieren, also face to face oder in einer Videokonferenz. Aber nicht per Telefon, Mail oder gar per Slacknachricht.

2. Markieren Sie Erreichbarkeiten – und Nichterreichbarkeiten
Die totale Entgrenzung von Arbeit ist eine häufige Erfahrung in Corona-Zeiten. Für viele enden die To Dos dank digitaler Tools nie und nirgends. Seien Sie sich bewusst, wie sehr sich Mitarbeitende an Ihnen orientieren und leben Sie Aus- und Schonzeiten vor. Nutzen und respektieren Sie „Bitte nicht stören“-Symbole auf Skype oder ähnliches, schlagen Sie Fokuszeiten während der Arbeitszeiten vor, in denen niemand erreichbar sein muss. Außer in Notfällen und außer vielleicht über einen speziell dafür eingerichteten Slack-Kanal oder ähnliches.

3. Dosieren Sie Humor
Ein gut gelandeter Gag, eine Pointe kann sehr verbindend sein. Kann uns aus dem Strudel der Negativität herausreißen, kann neue Perspektiven finden helfen. Einerseits. Aber Humor kann auch missverständlich sein, gerade bei Menschen, die Sie wenig kennen, die neu sind. Sarkasmus – also A sagen und B meinen – führt mitunter dazu, dass Ihre Gesprächspartner das Gespür dafür verlieren, was Sie denn nun wirklich meinen und was nicht. Auch kann Humor unangebracht sein, wenn Sie Kritik üben wollen. Denn dann nimmt Ihr Gesprächspartner die Dinge, die Ihnen am Herzen liegen, vielleicht weniger ernst, als es Ihnen Recht wäre.

Text: Christian Thiele 
Online-Training: Effektive Online-Kommunikation für Führungskräfte