Gesagt ist noch nicht gehört und gehört ist noch lange nicht verstanden, so ein Zitat von Konrad Lorenz, einem österreichischen Verhaltensforscher und Medizin-Nobelpreisträger. Ist das Verstanden werden schon in der realen Welt eine Herausforderung, kommen in der Welt der Online-Meetings und -Präsentationen noch die technischen Hürden dazu. Schlechte Internetverbindungen, Rückkopplungen oder unangenehme Hintergrund-Geräusche, um nur einige zu nennen. Umso wichtiger ist es, Ihren Inhalt, Ihre Sprache kameratauglich zu verpacken.

Welche 5 Tipps Ihnen helfen können, das haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Tipp 1: Botschaft auf den Punkt bringen

Wer gut kommunizieren kann, lässt Menschen teilnehmen. Verwenden Sie daher Alltagssprache: Kurze Sätze, einfach und bildhaft, aktiv formuliert. Sprechen Sie in kurzen Hauptsätzen Eine Fernsehregel sagt: 12 Wörter pro Satz. Denn wer hört schon gern aufgeblähte Worthülsen und Bandwurmsätze?! Haben Sie außerdem Mut zur Wiederholung, manches braucht einige Anläufe auf dem Weg ins Gehirn. Fremdwörter hingegen sollten Sie weglassen, sie stärken nicht Ihre Kompetenz, sondern hängen Ihre Teilnehmer ab.

Tipp 2: Seien Sie relevant

Was ist wichtig und interessant für Ihre Zielgruppe? Wählen Sie Ihren Inhalt so aus, dass Sie genau auf die Bedürfnisse und Ziele Ihrer Teilnehmenden eingehen. Und achten Sie auch darauf, dass sich Begrifflichkeiten und Formulierungen aus den „Lebenswelten“ Ihrer Zielgruppe in der Sprache wiederfindet.

Tipp 3: Freie Bahn für freies Sprechen

Freies Sprechen wirkt authentisch, glaubhaft und ehrlich. Denn wer schweift gedanklich nicht ab, wenn der Redner zwanghaft am Konzeptpapier klebt und sein Publikum niemals anschaut? Zeigen Sie, dass Ihre Gedanken auch tatsächlich von Ihnen stammen. Stichwort Storytelling: Bauen Sie Emotionen, Geschichten oder Objekte ein, um Ihre Botschaften zu veranschaulichen und ein Bild im Kopf der Zuhörer zu erzeugen. Sprechen Sie dynamisch und ändern Sie auch mal die Tonlage – eine lebendige Sprache zeichnet eine gute Rednerin, einen guten Redner aus und ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren, um Ihre Teilnehmer im virtuellen Raum vom „Schlafen“ abzuhalten.

Tipp 4: Hörbar sein

Testen Sie vorab die Mikrofontechnik! Ihre Inhalte kommen nur an, wenn Sie nicht klingen wie durchs Rohr gesprochen. Ein Mikrofon unterstützt Sie hierbei. Vorsicht: Bluetooth ist kein Freund bester Tonqualität. Ein externes Mikrofon mit USB-Anschluss oder ein Headset machen Sie besser hörbar. Als Tipp: Platzieren Sie das Mikro nicht unmittelbar vor Ihrem Mund, sondern mit etwas Abstand, um „Plopp“-Geräusche zu vermeiden. Sollten Sie kein Headset verwenden, haben Sie dennoch immer Kopfhörer parat, falls es zu Rückkopplungen kommt. Kennen Sie unseren YouTube-Kanal? Hier erfahren Sie mehr zum Thema „Gut klingen vorm Mikrofon“.

Tipp 5: Der Stimme eine Stimme geben

Achten Sie auf Ihre Stimme! Wer morgens vom Frühstückstisch ins Meeting startet, ohne ein Wort gesprochen zu haben, klingt auch so. Machen Sie Ihre Stimme warm: stimmhaft durchatmen, seufzen, summen, brabbeln – all das präpariert für einen langen Tag in Online-Meetings oder für Online-Präsentationen und bringt die Stimme in eine angenehme Sprechlage. Nicht vergessen: Viel Trinken und lächeln! Auch wenn man Zweiteres hinter einer PowerPoint nicht sieht: Man hört es.
Eine gute Sprechstimme kann man natürlich auch mit einem Profi trainieren.

Viel Erfolg und vor allem Freude beim kameragerechten Sprechen!

 

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