Wir können doch stolz auf uns sein in Sachen Video-Setting! In diesen ganzen Videokonferenzen und Online-Meetings, von denen viele von uns in den vergangenen zweieinhalb Jahren zunächst überrumpelt wurden, haben wir so einiges gelernt: Dass uns, im Homeoffice sitzend, der Partner in Unterwäsche durchs Bild rennt, passiert nur noch äußerst selten. Dennoch haben sich in die Online-Kultur einige Gewohnheiten eingeschlichen, die nicht nur peinlich sind, sondern auch die Wirkung des Präsentierenden vor der Kamera schmälern. Eine Sache ist das Setting. In unseren 5 Tipps erfahren Sie, wie ein professioneller Bildhintergrund im Video aussehen sollte, damit Sie auf dem Bildschirm kompetent und wirkungsvoll sind:

Tipp 1 für Ihr Video-Setting: Jedes Setting sendet eine Botschaft

Viele Menschen, die vor der Kamera sitzen, unterschätzen die Macht des Bildes. Das Bild steht kommunikationswissenschaftlich betrachtet immer vor dem Wort. Also egal, zu welchem Thema Sie Experte sind: Ein Wäscheständer im Hintergrund stiehlt Ihnen einen Großteil Ihrer Kompetenz. Fragen Sie sich daher zunächst, welche Botschaft Sie mit Ihrem Setting senden wollen. Sind Sie in der Kreativabteilung Ihres Unternehmens tätig? Dann passt ein kunstvolles Gemälde sicherlich besser als die kahle Wand. Sie zoomen viel mit externen Kontakten oder der Vorstandsebene? Dann überdenken Sie Familienfotos oder die private Büchersammlung im Hintergrund. Ein Online-Meeting bietet den Beteiligten viel Zeit zum Stöbern …

Sie machen es sich einfach und nutzen einen virtuellen Hintergrund? Warum das keine gute Idee ist, zeigt Ihnen Nicole Krieger in diesem Video.

Tipp 2: Wählen Sie die richtige Bildtiefe

Es gilt die Regel: Settings mit einer großen (aufgeräumten!) Bildtiefe wirken hochwertig und interessant. Settings mit wenig Bildtiefe wirken klarer und lenken weniger ab. Wir als Moderatorenschule setzen dieses Wissen bewusst in den virtuellen Formaten um. Die Videos für unseren YouTube-Kanal filmen wir in einer wohnlichen Atmosphäre mit tiefem Hintergrund, dessen Details in der Unschärfe zu sehen sind. Für unsere Live-Online-Trainings hingegen nutzen wir unser kleines Studio, bei dem der Trainer im Fokus steht.

Sie möchten an Ihrer grundlegenden Wirkung vor der Kamera arbeiten? Weitere Tipps zum Thema Licht, Dresscode und Präsenz im Video gibt Ihnen Nicole Krieger in ihrem kostenlosen E-Book „Erfolgreich vor der Kamera auftreten – 7 Praxistipps für eine überzeugende Kommunikation im virtuellen Raum“.

Tipp 3: Vorsicht weiß!

Weiße Wände reflektieren das Licht. Je nach Beleuchtung verschwinden Sie selbst möglicherweise im Dunkeln. Extrem ungünstig für Ihre Wirkung! Aus diesem Grund gibt es in Fernsehstudios keine weißen Wände. Ein dezentes Hellgrau ist nicht nur modern, sondern auch filmtechnisch eine gute Lösung.

Tipp 4: Wer sendet, der steht

Sitzen Sie mit Ihren Kolleginnen in einem Raum, ist die Präsenz aller Anwesenden viel höher als online. Um diesen virtuellen Verlust wieder wettzumachen, steht der Präsentierende vor der Kamera. Das muss sicherlich nicht bei jedem Morning Coffee Call oder Jour Fixe sein. Aber wenn Sie eine wichtige Botschaft haben, etwas präsentieren oder eine Veranstaltung moderieren, dann sollten Sie stehen. Erkundigen Sie sich in Ihrem Unternehmen nach einem Budget für Büroausstattung im Homeoffice oder tun Sie Ihrem Rücken und Ihrem Publikum einfach so etwas Gutes und besorgen Sie sich einen höhenverstellbaren Schreibtisch. Zur Not tut es für das Online-Meeting auch der Stehtisch der letzten Gartenparty.

Tipp 5: Beachten Sie die Basics

Eine Kamera in Augenhöhe ist das A und O einer guten Wirkung auf dem Bildschirm! Frosch- und Vogelperspektiven werden in Fotografie und Spielfilmen als filmische Mittel zur Verzerrung der Realität eingesetzt und haben in einem Online-Meeting nichts zu suchen.

Unsere Trainerinnen und Coaches machen Sie gern fit für die Kamera! In Einzelcoachings und Seminaren unterstützen wir Sie auf dem Weg zu einer professionellen Wirkung auf dem Bildschirm. Kontaktieren Sie uns!

 

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