Stimme? Haben Sie auch. Aber wie ist sie? Und wie entsteht sie? Haben Sie sich schon einmal über den Klang Ihrer Stimme Gedanken gemacht? Denken Sie doch einmal an Helena Fürst. Kann denn Stimme schlimmer sein? Oder Rudi Carell. Wie sympathisch war dieses rollende Unvermögen, Deutsch zu sprechen? Die Stimme entscheidet maßgeblich mit, ob jemand einen guten Eindruck hinterlassen oder eher nicht. Und sie vermittelt, ob wir schüchtern sind, forsch, fröhlich, traurig, gehemmt oder…

Stimme? Haben Sie auch. Aber wie ist sie? Und wie entsteht sie? Haben Sie sich schon einmal über den Klang Ihrer Stimme Gedanken gemacht?

Denken Sie doch einmal an Helena Fürst. Kann denn Stimme schlimmer sein? Oder Rudi Carell. Wie sympathisch war dieses rollende Unvermögen, Deutsch zu sprechen? Die Stimme entscheidet maßgeblich mit, ob jemand einen guten Eindruck hinterlassen oder eher nicht. Und sie vermittelt, ob wir schüchtern sind, forsch, fröhlich, traurig, gehemmt oder…

Insbesondere wer seine Stimme beruflich nutzt, muss sie gezielt steuern können. Doch oft schwingt Unsicherheit in der Stimme mit. Aufregung und Nervosität lassen die Stimmlage höher klingen und wir reden schneller. Hauptsache, zum Ende kommen! Oder wir verlieren vor Aufregung den Faden, dann schleichen sich Laute wie „äh“ oder „ähm“ in die Rede. Das alles wirkt insgesamt sehr unprofessionell, selbst wenn der Inhalt der Rede Sinn machte.

Eine sichere Stimme kann man trainieren

Wer sich die Zeit nimmt, ein Stimm- und Sprechtraining zu absolvieren, kann bei einem Auftritt oder einer Rede gleich viel sicherer wirken und wird professioneller wahrgenommen.

Hier die ersten Tipps dazu auf die Schnelle: Achten Sie darauf, ruhig zu atmen. Und stellen Sie sich aufrecht hin, damit sich Ihr Zwerchfell ausdehnen und den Platz im Brustkorb nutzen kann.

Machen Sie Pausen! Sprechen Sie bewusst langsam, dann verhaspeln Sie und wiederholen Sie sich nicht unnötig.

Wie sprechen wir eigentlich?

Haben Sie sich eigentlich schon einmal überlegt, wie wir sprechen? Meist denken wir darüber gar nicht erst nach, wir sprechen ja täglich ganz automatisch.

Aber achten Sie einmal darauf: Wir reden beim Ausatmen. Wir holen Luft und lassen sie über die Luftröhre wieder hinaus fließen. Dabei stößt die Luft auf Widerstand, nämlich auf unsere Stimmlippen. Sie geraten in Schwingung und bewegen sich auseinander und wieder zusammen. Dabei entsteht ein Grundton, der von Mund und Rachen in Buchstaben, Silben und Worte moduliert werden muss. Der Mund- und Rachenraum sind dabei die Resonanzkörper.

Kein Mensch gleicht dem anderen aufs Haar. So sind auch der Mund- und Rachenraum anatomisch individuell gestaltet. Diese individuelle Anatomie und Beschaffenheit von Rachenraum, Mund- und Nasenhöhle bestimmt die Klangfarbe der Stimme. Auch die Zahnstellung, Zungengröße und Lippenform kann sich auf den Klang der Stimme auswirken.

Wie ist Ihre Stimme?

Ob eine Stimme eher hoch oder tief ist, entscheidet der anatomische Aufbau des Kehlkopfes und der Stimmlippen.

Neugeborene haben noch sehr kurze Stimmbänder – sie sind etwa sechs Millimeter lang. Bei Frauen werden die Stimmbänder bis zu 15 Millimeter lang und bei Männern rund 25 Millimeter. Diese deutlich längeren Stimmlippen begründen auch die tiefere Stimmlage, denn je länger und breiter die Stimmbänder sind, desto tiefer klingt die Stimme.

Warum die Stimme nicht jeden Tag gleich ist

Nun sind die anatomischen Gegebenheiten zwar immer gleich, aber dennoch klingt die Stimme jeden Tag ein wenig anders. Der Klang der Stimme ist sozusagen tagesformabhängig. Das liegt daran, dass in der Stimme viele Gefühle mitschwingen, egal ob man das will oder nicht. Gefühle wie Begeisterung, Freude, Angst und Trauer beeinflussen die Grundfrequenz der Stimme.

Berufssprecher wie Moderatoren, Call-Center-Agenten oder Dozenten schalten negative Gefühle bewusst aus, damit ihre Gefühlslage sich nicht wie ein Schleier auf das Gesprochene legt und sich dadurch auf den Zuhörer bzw. den Gesprächspartner überträgt.

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