Rhetorikseminar Michael Rossié

Die Macht des Storytelling. 5 Tipps, was gute Geschichten ausmacht

Die Macht des Storytelling. 5 Tipps, was gute Geschichten ausmacht

Tipps Storytelling

Schon als Kinder haben wir es geliebt, wenn uns unsere Eltern oder Großeltern Geschichten erzählt oder vorgelesen haben. Schön eingemummelt in der Bettdecke haben wir gespannt den Worten gelauscht, haben Bilder in unserem Kopf gesehen, hatten Herzklopfen, wenn wir mit der mutigen Prinzessin oder Prinzen mitgefiebert haben. Auch wenn manche Geschichten fürs Einschlafen nicht wirklich förderlich waren, die Gute-Nacht-Geschichte war und ist für alle Kinder ein Highlight.

Mit dem Erwachsenwerden scheinen wir aber den Sinn für Geschichten immer mehr zu verlieren. Präsentieren im Business lieber seitenweise Zahlen, Daten und Fakten. Aus dem Glauben heraus, dass das die Informationen sind, die unser Publikum, unsere Kollegen sehen und hören möchten. Schließlich macht das ja jeder so. Oder noch besser, schließlich wird das so erwartet. Und die Business-Welt ist eine ernste, seriöse Angelegenheit. Da hat es keinen Platz für Geschichten.

Befragen wir aber unsere Trainingsteilnehmer bei der Moderatorenschule, was sie bei Rednern, Präsentatoren oder Moderatoren angesprochen hat, ihnen positiv in Erinnerung geblieben ist, dann hören wir folgende Aussagen: „Spannend war, als der Redner von sich erzählt, eine persönliche Geschichte mit eingebracht hat. Als er Emotionen gezeigt hat. Das hat mich berührt. Das ist mir wirklich in Erinnerung geblieben“.

Und darum geht es ja. Wenn wir bei einem Vortrag, einer Präsentation oder Moderation vor Menschen sprechen, möchten wir in Erinnerung bleiben. Möchten wir, dass unsere Inhalte nicht nur den Kopf, sondern möglichst auch das Herz unserer Zuhörer erreicht. Und dafür ist Storytelling – sind Geschichten – nach wie vor eines der wirksamsten Mittel.

Was gute Geschichten ausmacht, dafür 5 einfache Tipps

  • 1. Vermitteln Sie Informationen und Ihr Wissen
    Nutzen Sie Ihre Geschichte, um beispielsweise komplexe Themen anschaulich und leicht verständlich zu machen. Erzählen Sie Ihrem Publikum, warum etwas besonders wichtig für Sie ist und was Ihre Geschichte mit Ihrem Vortrag zu tun hat.
  • 2. Seien Sie authentisch
    Ihre Geschichte sollte authentisch sein. Sie sollte zu Ihrer Persönlichkeit passen und Ihre Werte wiederspiegeln. Versuchen Sie sich nicht zu verstellen oder Geschichten zu erfinden. Das fällt Ihrem Publikum nämlich eher früher als später auf.
  • 3. Zeigen Sie Emotionen
    Eine gute Geschichte weckt Emotionen bei Ihrem Publikum. Ob sie lachen, weinen oder wütend bei Ihrem Vortrag sind. Wichtig ist, dass Ihre Geschichte mitreißt. Emotionen verbinden. Fesseln Ihr Publikum ab der ersten Minute.
  • 4. Finden Sie eine Gemeinsamkeit mit Ihrem Publikum
    Holen Sie Ihre Zuhörer auf Augenhöhe ab. Zeigen Sie Empathie unter dem Gedanken: Ich kenne dich und deine Situation lieber Zuhörer. Idealerweise passiert dies direkt zu Beginn Ihres Vortrages / Rede / Präsentation. Daher ist es wichtig, sein Publikum zu kennen und sich im Vorfeld Gedanken über die Passgenauigkeit der Geschichte zu machen.
  • 5. Lassen Sie Ihr Publikum nach Möglichkeit an Ihrer Geschichte teilhaben
    Spannende Geschichten sind meistens auch interaktiv. Zumindest sollten Ihre Zuhörer gedanklich ein Teil Ihrer Geschichte werden.